Der Siegeszug der neudeutschen Begriffe ist nicht zu stoppen. Zwar ist keiner gezwungen, das Sprachkauderwelsch zu übernehmen. Doch es schadet nicht, die Bedeutung der Bezeichnungen zu kennen. Denn schließlich fließen die Anglizismen vor allem in den Sprachgebrauch junger Leute ein.
Brain Foodist Nahrung für den Geist; die Ernährung ,die dem Gedächtnis und der Denkfähigkeit zugute kommt.
Ethnic Foodumschreibt die authentische Küche eines Landes, einer Region oder eines Volkes. Mit der Reiselust machen die Deutschen kulinarische Bekanntschaftmit anderen Esskulturen, die von der Gastronomie hier zu Lande übernommenwerden.
Fast Foodist das schnelle Essen außerhalb der eigenen vier Wände, wie es der amerikanische Systemgastronom McDonalds perfektioniert hat. Merkmalefür das schnelle Essen als Ersatz einer richtigen Mahlzeit oder zur zwischen-durchverpflegung sind eine konfektionierte Zubereitung, der Einkauf ohne langeWartezeiten sowie die Verzehrbarkeit entweder an Ort und Stelle oder im Stehen und Gehen.
Finger Foodsind kleine, mundgerechte Happen,die aus der Hand in den Mund wandern, ohne dass ein Teller benötigt wird. Im Partyservice macht Finger Food den klassischen Kanapees heftig Konkurrenz, weil die kalt und warm servierbaren Happen meist ein besseres Preis - Leistungsverhältniss bieten als die arbeitsaufwendigen und damit teuren Kanapees.
Funtional Foodsind Lebensmittel, die nicht nur lebensnotwendige Nährstoffe, Sättigung und Geschmackserlebnis bieten, sondern zusätzlich einen physiologischen Nutzen zur Gesunderhaltung und Krankheitsvorbeugung wie beispielsweise Öle mit Zugabe von Omega -3- Fettsäuren.
Junk Foodist das moderne Synonym für minderwerdiges Essen. Denn “junk” lässt sich mit Ausschuss oder wertloses Zeug übersetzen. Unter den Verfechtern der Esskultur gilt der Hamburger als typisches Produkt der Junk- Food - Unkultur.
Healthy Foodist die Bezeichnung für gesundes Essen, gesunde Nahrungsmittel.
Mood Foodist die Koppelung von “Mood”, dem englischen Wort für Stimmung oder Laune und “ Food” für Essen. Der Begriff wird also für jene Nahrungsmittel verwendet, die gute Laune machen (sollen). Die zusammenhänge von menschlicher Ernährung auf das Verhalten, die seelische Verfassung und die intellektuelle Leistungsfähigkeit sind zu einem Brennpunkt der ernährungswissenschaftlichen Forschung geworden. Vor allem in den Vereinigten Staaten liegt die Erforschung der Verbindung zwischen Essen und guter Laune im Trend.
Poowe Foodsind kohlenhydrathaltige Snacks. Komplexe Kohlenhydrate aus Gemüse, Brot oder Teigwaren verlängern das Sättigungsgefühl und geben dem Leistungstief keine Chance.
Slow Foodist das Gegenstück zu Fast Food. Nicht schnell, sondern slow, also langsam , sollen Mahlzeiten eingenommen werden, bei denen stets der Genuss im Vordergrund steht. Dazu gibt es sogar eine Bewegung, die sich den Namen Slow Food gegeben hat. Deren Mitglieder sind Botschafter, aber keineswegs missionarische Verfechter der regionalen kulinarischen Traditionen.
Talking FoodDie Kampagne “Talking Food - wissen, was auf den Tisch kommt” ist Teil eines EU - Projekts zum Thema Lebensmittel Sicherheit. Der Begriff “ sprechende Lebensmittel” ist nicht wörtlich gemeint, es geht vielmehr um die Aufklärung über Lebensmittel allgemein und die richtige Ernährung. Organisiert wurde diese Aktion im Sommer 1999 von der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände, dem Auswertungs- und Informationsdienst für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in Zusammenarbeit mit dem Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde.
Wellness FoodWellness steht für ganzheitliches Wohlbefinden, für harmonischen Einklang zwischen Körper, Geist und Seele. Und das schließt auch die Ernährung mit ein, die bewusst, aber nicht restriktiv gehandhabt wird. Für den unverkrampften Umgang mit Lebensmitteln bei Essen und Trinken gilt das rechte Augenmaß, und zwar ohne Vielfalt mit Völlerei gleichzusetzen.